Berichte





Feucht fröhliche Wanderung

Die kfd Wenden/Möllmicke hatte zu einer Tageswanderung eingeladen. Ziel war die schöne Rita Kapelle in Bettorf. Pünktlich um 9 Uhr trafen die Frauen am Brunnen in Möllmicke ein. An den Tagen davor hatte es Temperaturen gegeben, die schon sorgen ließ, ob es für die Strecke von ca. 16 km dann nicht zu heiß werden würde. Diese Sorge allerdings brauchten dann die Frauen an diesem Tag nicht zu haben. Es regnete in Strömen, und Regen war auch für den ganzen Tag vorgesehen.

Um die gute Laune zu fördern, hatte die Vorsitzende an diesem Morgen noch schnell ein Gedicht verfasst und begrüßte die Frauen mit den Worten:

„Nachdem wir uns heute Morgen erst mal besonnen,
sind wir hier an den Brunnen gekommen.

Das Wandern liegt uns Frauen im Blut,
die Wetterbedingungen heute sind äußerst gut.

Wir brauchen keine Angst vor Sonnenbrand zu haben,
die Temperatur ist gut – so können wir sagen.

Keine große Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit ist uns Last.
Wehe, - wenn du jetzt lachst!

Wir können gut atmen und der Regen ist gut für’s Gesicht.
Was wollen wir mehr? Das seht ihr doch auch so –oder etwa nicht?

Von dem Wetter lassen wir uns nicht unterkriegen.
Unser Mut und die gute Laune werden es besiegen.

Und ab 17 Uhr – so sagt meine App – nur noch 30 % Regenwahrscheinlichkeit.
Ist das nicht eine tolle Neuigkeit?“

Dann ging es munter los, am alten Dreschplatz vorbei. Am Brüner Kapellchen wurde ein Marienlied gesungen.

Unterhalb vom Dörfchen Heid führte uns der Weg durch den Grund, durch Höfchen und Hilchenbach. Den Frauen war dieser Weg neu. Bei schönem Wetter hätte man hier eine tolle Aussicht gehabt, die fehlte nun leider.

Das Wetter ließ es dann auch leider nicht zu, an den vorgesehenen schönen Rastplätzen dann länger zu verweilen. Es regnete zeitweise, als schütte der Himmel kübelweise aus.

Zur Mittagszeit lud ein Unterstand für Traktoren dann ein, dort Zuflucht für die Mittagspause zu suchen.

Früher kamen wir dann auch in Bettorf an. In der Kapelle hielten wir eine Andacht. Dann erzählte uns das Ehepaar Nussbaum über die Pläne und den Bau der Kapelle. Alles war besonders liebevoll ausgeführt worden. Das konnte man an den vielen Details sehen.

Im Anschluss daran gab es dann Kaffee in der Gartenhütte der Nussbaums und Brigitte Kersting brachte pünktlich dazu Waffeln und Kuchen.

Mit dem Bus ging es dann wieder nach Hause.

Trotzdem, dass alle mistnass waren und die meisten Schuhe noch zwei Tage zum Trocknen brauchten, war es ein sehr schöner Tag.

 

 


50 Jahre - wir feiern Jubiläum

Nach dem feierlichen Hochamt in der St. Severinus Kirche waren etliche Frauen und auch einige Männer ins Pfarrheim gekommen.
Mit den Worten „50 Jahre alt – wir feiern Jubiläum“ begrüßte die 1. Vorsitzende Brigitte Hennecke die anwesenden Frauen und freute sich, dass Vikar Lambrecht, die stellvertretende Diözesanvorsitzende Inge Dahlbüdding-Heintel und die stellvertretende Bundesvorsitzende Anna-Maria Mette, zur Feier gekommen waren.

Eine besondere Freude war es, auch etliche ehemalige Vorstandsmitglieder und Helferinnen im Pfarrheim zu sehen. Stellvertretend für alle begrüßte sie Christel Luke die erste Kassiererin und Irene Hillebrand, die erste Schriftführerin der Frauengemeinschaft.

Verhindert waren Bürgermeister Bernd Clemens und die beiden Ortsvorsteher, Dietmar Häner und Detlef Breidebach. Der Bürgermeister und auch die Ortsvorsteher, die im Namen von Wendener und Möllmicker Vereine gratulieren, hatten ihre Gratulation schon im Vorfeld überbracht.

In Deutschland gibt es ca. 5.300 kfd Pfarrgemeinschaften, so führte die Vorsitzende weiter aus –und eine davon ist seit 50 Jahren die kfd Wenden/Möllmicke und darauf können wir stolz sein.
Das verdanken wir dem weitsichtigen Denken des damaligen Pfarrer Bieker und einigen mutigen und engagierten Frauen.

Unsere Chronik beginnt mit folgender Eintragung:

„Die Frauen- und Mütterarbeit war bisher in Wenden mit der Caritasarbeit verbunden. Um den verschiedenen Aufgaben besser gerecht zu werden, beschloß unser Herr Pfarrer Bieker die Arbeitsbereiche zu trennen und für jeden Bereich eigene Helferinnen zu gewinnen.
Am 16. April 1967 lud er im Pfarrnachrichtenblatt alle interessierten Frauen zu einer Versammlung, die am 20.4.1967 um 15 Uhr im kleinen Saale der Gastwirtschaft Wurm stattfinden sollte, ein. Die Diözesanvorsitzende der Frauen- und Müttergemeinschaft, Frau Harnischmacher aus Olpe, war ebenfalls eingeladen, um über die Aufgaben der Gemeinschaft zu sprechen.“

Am 20. April erschienen dann 17 Frauen aus der Gemeinde. Pfarrer Bieker erklärte nochmal die Gründe für sein Vorgehen: „Da aber unsere Gemeinde bedeutend größer geworden sei und dadurch entsprechend mehr Arbeit anfalle, sei es notwendig, die beiden Arbeitsbereiche zu trennen“ so ist in unserer Chronik zu lesen.

Dann wurde über die Aufgaben, den Vorstand, die Bezirkshelferinnen und das weitere Vorgehen gesprochen. Einmal im Jahr sollte zu einer Mitgliederversammlung eingeladen werden. Eine Generalversammlung sollte alle vier Jahre stattfinden.

Der Beitrag wurde auf 0,70 DM festgelegt. Weiter steht dann geschrieben:
„Der Heftbeitrag von 0,40 DM ist darin enthalten. Die restlichen 0,30 DM gehen in unsere Kasse. Davon werden nach Paderborn einmal jährlich 0,20 DM pro Mitglied abgeführt. In die Dekanatskasse zahlen wir 0,20 DM je Mitglied im Jahr.“
In der zweiten Versammlung am 24. April 1967 im kleinen Saal der Gastwirtschaft Wurm wurden die Aufgaben der beiden Bereiche – Caritas und Frauengemeinschaft – noch einmal vorgestellt.
Die Orte Wenden und Möllmicke sollten in Bezirke aufgeteilt werden, für jeden Bezirk benötigte man für die Caritasarbeit und der, der Frauengemeinschaft eine Helferin.

55 Frauen waren zu diesem Treffen erschienen.
Die Frauen, die sich für den Bereich der Caritas entschieden, verließen dann die Versammlung.
Die verbliebenen Frauen wählten dann den ersten Vorstand der Frauen- und Müttergemeinschaft.

Zur Vorsitzenden wurde Marie-Therese Kirsch aus Wenden gewählt. Als Stellvertreterin sollte bewusst eine Frau aus Möllmicke gewählt werden und so sollte Martha Niederschlag gefragt werden, die an diesem Abend nicht anwesend war. Kassiererin wurde Christel Luke und Schriftführerin Irene Hillebrand. Beratende Mitgliederinnen wurden Hildegard Kraft und Fräulein Canarius. (Heute Frau Henkel)

Am 22. Mai 1967 trafen sich die Frauen im Jugendheim. Vorab hatte ihnen Pfarrer Bieker eine Aufstellung der Bezirke zukommen lassen. Wenden war in 27 Bezirke aufgeteilt worden und Möllmicke in 9. Für jeden Bezirk konnte eine Helferin gefunden werden.

Jetzt ging die Arbeit der Frauengemeinschaft los. Es sollte Werbung gemacht werden, um viele Frauen für die Gemeinschaft zu gewinnen.
Das Programm wurde überlegt.
Jeden Monat fand die Helferinnenrunde statt. Hier wurden die nächsten Termine besprochen, aber es gab auch immer ein religiöses Thema, wie die Sakramente , Heilige Messe, Bibeltexte, über das gesprochen wurde.
Außerdem wurde regelmäßig ein Artikel aus Frau und Mutter besprochen. Es gab ein vielfältiges Kursprogramm. Hier waren auch die Schwestern aus dem Altenheim mit eingebunden. Da jungen Müttern besonders geholfen werden sollte, waren auch häufig Kinder-Erziehungskurse anberaumt. Basteln, Nähen und Kochen übernahmen die Schwestern im Altenheim.

Das tägliche Geschehen in der Gemeinde wurde auch nicht außeracht gelassen.

So war im Jahre 1968 über einen längeren Zeitraum die neue Schule in Wenden ein Thema. Diese sollte als Gemeinschaftsschule eingerichtet werden. Die Geistlichen im Dekanat waren allerdings der Meinung, dass alles getan werden solle, um eine kath. Bekenntnisschule zu erhalten. Und so wurden die Helferinnen der kfd in diese Bemühungen mit eingebunden, sie waren mehrmals unterwegs, damit die Befragung, die durchgeführt wurde, gemacht werden konnte und vieles mehr.

Vieles könnte im Einzelnen noch angeführt werden, denn es waren über die Jahre immer aktive Jahre mit vielen Angeboten.
Eine große Aktion im Jahr waren Frauenkaffee und Basar.
Den Frauenkaffee gibt es auch heute noch, allerdings wäre mit den Zahlen von heute noch Platz in der alten Gastwirtschaft Wurm. Als er in die Aula der Konrad-Adenauer Schule verlegt werden sollte, war das kein einfaches Unterfangen. Es wurde zuerst abgelehnt, weil er nicht für alle offen war.
Den Basar gibt es nicht mehr. Über viele Jahre wurde der Basar samstags und sonntags geöffnet.
Am Samstagnachmittag gab es Kaffee und Kuchen und die Ausstellung konnte angesehen werden. Sonntags um 9 Uhr öffnete dann der Basar zum Verkauf. Schon kurz nach 8 gab es Schlangen vor der geschlossenen Tür wie sonst nur noch beim Aldi.

Sehr aktiv waren die Untergruppen
Es gab Theatergruppen; Spielkreise; Gruppe „Altweibertreiben“; Gruppe „Bastel- und Kochkurse“; Liturgiekreis; Gruppe „Mutter-Kind-Treffen; einen Liturgiekreis; Frauentreff und Kreis der Alleinstehenden über 50. An die beiden letzten Gruppen kann ich mich noch gut erinnern. Sie waren bis vor ein paar Jahren noch aktiv.

Heute haben wir die Paramentengruppe; einen Liturgiekreis; zwei Theatergruppen und zwei Gruppen, die sich um die Eltern-Kind-Treffen in den beiden Kindergärten kümmern.

Am letzten Montag im Monat um 19 Uhr treffen sich die Bezirkshelferinnen. Zweimal im Jahr sind die Treffen nachmittags, denn dann nehmen wir uns Zeit für Kaffeetrinken bzw. vor der Sommerpause um Eis zu essen.
In den 50 Jahren haben sich viele Frauen mit ihrer Kraft und Zeit, ihrem Können und Charisma für diese Aufgaben eingesetzt. Das ist ein wirklicher Grund zu feiern und auch danke zu sagen.

Am Schluss ihrer Ansprache sprach die Vorsitzende allen Frauen einen besonderen Dank aus: „ Ein großer Dank gilt den vielen Frauen, die über die Jahre da waren.
Den Bezirkshelferinnen, die unsere Mitglieder in den Bezirken betreuen, die für sie da sind, ein offenes Ohr für sie haben.
Den Frauen, die andere Aufgaben in unserer Gemeinschaft übernommen haben, sei es durch Kurse, durch Theaterspielen, durch basteln und werkeln; durch Tische aufstellen und wieder abbauen, Kuchen backen, Salate machen und vieles, vieles, vieles mehr.
Danken wollen wir aber auch den Frauen, die unsere Angebote mit Freude angenommen haben und gekommen sind und auch heute immer noch kommen.“

Danach überbrachte die stellvertretende Diözesanvorsitzende Inge Dahlbüdding-Heintel die Grüße und die Glückwünsche des kfd Diözesanverbandes Paderborn und sprach allen Frauen ihren Dank aus.
Die stellvertretende Bundesvorsitzende überbrachte die Grüße aus Düsseldorf.
Weiter sprach sie dann über die wichtigen Errungenschaften der Frauengemeinschaft. „Viele junge Frauen können sich kaum vorstellen, wie viel Initiative nötig war, um Frauen die Gleichstellung zu ermöglichen und damit die Vorstellung verbinden, dass Frauenverbände wie die Kfd überflüssig sind. Aber das ist eine Fehleinschätzung.“ So Anna-Maria Mette, und weiter „Es ist einiges erreicht, aber die offenen Baustellen sind noch zahlreicher“, so bilanzierte sie.
Nach ihren Worten gab es dann den Mittagsimbiss. Viele Frauen hatten leckere Salate zubereitet und dazu gab es Würstchen vom Grill.

Nachdem sich die Frauen und Männer gestärkt hatten, wurden die Jubilare geehrt.
In diesem Jahr gab es zwei Helferinnen, die schon 20 Jahre aktiv sind, Beate Gerigk und Iris Albrecht. Letztere war leider verhindert. Ebenso Mechthild Clemens, die in diesem Jahr auf 25 aktive Jahre zurück blickt. Was besonderes war dann die Ehrung von Anneliese Grebe und Ingrid Stracke. Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern und sind sage und schreibe 50 Jahre alt Helferin aktiv.

Ein Höhepunkt war dann der Auftritt der beiden Theatergruppen Wenden und Möllmicke, die im Wechsel beim Frauenkaffee unterhalten. So gaben dann Anna-Ruth Halbe und Bianca Schrage von der Möllmicker Gruppe ein Stück von Loriot zum Besten und erzählten auf wendsch Platt von einem besonderen Fernsehabend.
Fast komplett war die Wendener Theatergruppe erschienen und gab zwei musikalische Stücke zum Besten.
Nochmal gestärkt mit Kaffee und frischen Waffeln löste sich dann am Nachmittag die Runde auf.
Es waren ein paar schöne Stunden an diesem Sonntag, dem 21. Mai 2017.

 




Maiandacht

Zur Maiandacht mit dem Thema „Gemeinsam auf dem Weg“
hatten wir eingeladen und fast 40 Frauen waren ins Pfarrheim gekommen. Zum ersten Mal fand auch die Andacht im Pfarrheim statt und so saßen wir zuerst im großen Saal.

Auf dem Weg – das galt nicht nur für Maria, das gilt auch täglich für uns. Wir sind ein Leben lang auf dem Weg, mal alleine, mal in Gemeinschaft. Maria ist uns auf jeden Fall eine Wegbegleiterin.

„Komm Maria,
auf deinen Wegen im Leben gehst niemals du allein.
Es wird an deiner Seite die Mutter Jesu sein.

Wenn dir auch einige sagen, dass man nichts ändern kann.
Du kannst was Neues wagen, fang mit gerecht sein an.

Laufen die Menschen durchs Leben, ohne sich anzusehn.
Reiche die Hand deinem Nächsten und bleibe bei ihm stehn.

Scheint dir auch dein eignes Suchen vergebne Müh und Plag.
Du findest doch neue Wege, andre folgen dir nach.“

Zu Maria’s Weg gehörte auch Flucht. So dachten wir auch an die vielen Menschen, die auch heute immer noch auf der Flucht sind.

Nach dem gemeinsamen Gebet und Gesang gingen wir einen Raum weiter in die Altenstube. Hier waren die Tische schon schön gedeckt und frische Waffeln, heiße Kirschen und Sahne standen bereit.

Nach dem gemütlichen Kaffeetrinken gingen die Frauen wieder nach Hause. Die Helferinnen hatten noch mit dem Aufräumen zu tun und machten sich dann auf den Weg.



Morgenlob März 2017 - Die Zumutungen des Lebens annehmen

Die Zumutungen des Lebens annehmen, so lautete das Thema des Morgen lob am Dienstag, 7. März im Dorfgemeinschaftshaus.
Die anwesenden Frauen waren eingeladen, sich mit dem Kreuzweg Jesu, seinem Leiden und Sterben auseinander zu setzen. Mit Texten und Liedern wollten wir Jesus begleiten, aber dabei auch auf unser eigenes Leben schauen. Denn auch das eigene Leben ist voller Höhen und Tiefen, es gibt Kummer, Sorgen, Ängste und Belastungen. Während des Kreuzweges wurden 6 Kerzen entzündet. Sie standen für einen Moment des Leidenswegs Jesu, aber waren auch eine Facette für unser Leben und unsere ganz persönlichen schmerzhaften Erfahrungen.
Im Anschluss an die Kreuzwegandacht wurde wie üblich in gemütlicher Runde gefrühstückt.

Gestärkt an Leib und Seele gingen die Frauen dann wieder zurück in ihren Alltag.



Mitgliederversammlung 2017

Die Vorsitzende Brigitte Hennecke begrüßte die anwesenden Frauen.
Anschließend berichtete die Schriftführerin Sibille Niklas über ein gutes Jahr mit vielen Veranstaltungen und Aktivitäten.
Sie berichtete über die Helferinnenrunden, Morgenlob in der Dorfgemeinschaftshalle, dem Weltgebetstag im ev. Gemeindehaus, den Back- und Kochkursen, Wanderungen, Eltern- Kind-Treffen, Tanzveranstaltungen, Fahrten zu den Weihnachtsmärkten und dem Frauenkaffee. Sie bedankte sich bei den Helferinnen für Ihren ständigen Einsatz.

Die Kassiererin Elvira Wirtz berichtete im Kassenbericht über Ein- und Ausgaben.
Die Kassenprüferinnen lobten die gute Kassenführung und stellten den Antrag zur Entlastung des Vorstands, der einstimmig von der Versammlung bestätigt wurde.

Es standen auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung:
Die Stellvertretende Vorsitzende Roswitha Geers stellte sich nicht mehr zur Wahl für dieses Amt zur Verfügung, möchte aber gerne als Beisitzerin im Vorstand bleiben.
Da sich keine Frau für das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden fand, bleibt diese Position erst mal vakant.
Elvira Wirtz wollte nach über 20-jähriger Tätigkeit das Amt als Kassiererin gerne niederlegen und stand nicht mehr zur Wahl. Ihr wurde mit einem Blumengesteck für ihre Vorstandstätigkeit gedankt. Sie bleibt aber der kfd als Helferin noch erhalten.

Zur Kassiererin wurde Susanne Arns-Stahl gewählt.
Als Beisitzerinnen wurden Inge Reis, Renate Stahl und Roswitha Geers gewählt.

Danach wurden die Termine für 2017 besprochen.


Mitgliederversammlung 2016

Die Vorsitzende Brigitte Hennecke begrüßte die anwesenden Frauen.
Im Geschäftsbericht berichtete die Schriftführerin Sibille Niklas über ein gutes Jahr mit vielen Veranstaltungen und Aktivitäten.

Der Kassenbericht von Elvira Wirtz sagte aus, dass die Kosten „so eben gedeckt sind“.
Das sei aber auch nur möglich durch den Kuchenverkauf im letzten Jahr. Nur mit den Mitgliedsbeiträgen allein ist es nicht mehr möglich.
Die Kassenprüferinnen bestätigten eine gut geführte Kasse. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Zu wählen waren in diesem Jahr Vorsitzende und Schriftführerin. Brigitte Hennecke und Sibille Niklas wurden einstimmig wiedergewählt.

Danach wurden die Termine für das Jahr 2016 besprochen.



"Drei merkwürdige Gäste und ein guter Stern"

Die vornehmen Leute aus dem Osten hatten den Stall und die Krippe noch nicht lange verlassen, da trug sich eine seltsame Geschichte in Betlehem zu, die in keinem Buch verzeichnet ist.

Als die Reitergruppe der Könige gerade am Horizont verschwand, näherten sich drei merkwürdige Gestalten dem Stall.
Die erste trug ein buntes Flickenkleid und kam langsam näher. Zwar war sie wie ein Spaßmacher geschminkt, wirkte aber hinter ihrer lustigen Maske eigentlich sehr, sehr traurig. Erst als sie das Kind sah, huschte ein leises Lächeln über ihr Gesicht
.
Vorsichtig trat sie an die Krippe heran und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht: „Ich bin die Lebensfreude“ sagte sie. „Ich komme zu dir weil die Menschen nichts mehr zu lachen haben. Sie haben keine Freude mehr am Leben. Alles ist so bitterernst geworden.“ Dann zog sie ihr Flickengewand aus und deckte das Kind damit zu. „Es ist kalt in dieser Welt. Vielleicht kann dich der Mantel des Clowns wärmen und schützen.“

Darauf trat die zweite Gestalt vor. Wer genau hinsah, bemerkte ihren gehetzten Blick und spürte, wie sehr sie in Eile war. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, schien es, als falle alle Hast und Hektik von ihr ab. „Ich bin die Zeit“ sagte sie und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht.
„Eigentlich gibt es mich kaum noch. Die Zeit, sagt man, vergeht wie im Flug. Darüber haben die Menschen aber ein großes Geheimnis vergessen. Die Zeit vergeht nicht. Zeit entsteht. Sie wächst überall dort, wo man sie teilt." Dann griff die Gestalt in ihren Mantel und legte ein Stundenglas in die Krippe. „Man hat wenig Zeit in dieser Welt. Diese Sanduhr schenke ich dir, weil es noch nicht zu spät ist. Sie soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du immer so viel Zeit hast, wie du dir nimmst und anderen schenkst.“

Dann kam die dritte Gestalt an die Reihe. Sie hatte ein geschundenes Gesicht voller dicker Narben, so als ob sie immer und immer wieder geschlagen worden wäre. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, war es als heilten die Wunden und Verletzungen, die ihr das Leben zugefügt haben musste.
„Ich bin die Liebe“ sagte die Gestalt und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. „Es heißt, ich sei viel zu gut für diese Welt. Deshalb tritt man mich mit Füßen und macht mich fertig.“ Während die Liebe so sprach, musste sie weinen und drei dicke Tränen tropften auf das Kind. “Wer liebt, hat viel zu leiden in dieser Welt. Nimm meine Tränen. Sie sind das Wasser, das den Stein schleift. Sie sind wie der Regen, der den verkrusteten Boden wieder fruchtbar macht und selbst die Wüste zum Blühen bringt.“ Und die Tränen verwandelten sich in drei wunderschöne blühende rosa Rosen.

Da knieten die Lebensfreude, die Zeit und die Liebe vor dem Kind des Himmels. Drei merkwürdige Gäste, die dem Kind ihre Gaben gebracht hatten. Das Kind aber schaute die drei an, als ob es sie verstanden hätte.

Plötzlich drehte sich die Liebe um und sprach zu den Menschen. "Man wird dieses Kind zum Narren machen, man wird es um seine Lebenszeit bringen und es wird viel leiden müssen, weil es bedingungslos lieben wird. Aber weil es Ernst macht mit der Freude und weil es seine Zeit und seine Liebe verschwendet, wird die Welt nie mehr so wie früher sein. Wegen dieses Kindes steht die Welt unter einem neuen guten Stern, der alles andere in den Schatten stellt.“

Darauf standen die drei Gestalten auf und verließen den Ort. Die Menschen aber, die all das miterlebt hatten, dachten noch lange über diese rätselhaften Worte nach.
Auch unser Leben und unsere Zeit stehen seit der Geburt Jesu unter einem neuen guten Stern, der alles Dunkle hell macht und alle Verletzungen heilt. Das ist die große Freude, die allem Volk zuteil wird, auch mir und dir.

Gädzr

 



"Marie und der Weihnachtsmann"

Marie saß am Fenster und schaute dem Flockenwirbel zu. Es war der 22.  Dezember und pünktlich zu Weihnachten hatte sich Schnee eingestellt. Die Flocken wurden immer dichter und bald war alles mit Schnee bedeckt. Plötzlich entdeckte Saskia einen kleinen Vogel, der sich auf dem Ast einer Tanne vor ihrem Fenster immer tiefer in seine Federn kuschelte. Ganz rund war er und schaute mit traurigen Augen in die Welt. Anfangs schüttelte er die Schneeflocken, welche sein Gefieder trafen, noch ab, aber bald sah das Vöglein ganz nass und unglücklich aus. Saskia bemerkte, dass der Schnee auf dem Vogel liegen blieb. Jetzt war er einer Schneekugel zum Verwechseln ähnlich. Sie sprang auf und verließ ihren Fensterplatz.

„Papa, Papa, komm, du musst mir helfen. Da draußen das Vögelchen, es erfriert"!“ „Marie ich habe jetzt keine Zeit für dich. Ich muss den Bericht noch fertig schreiben.", antwortete Maries Vater.
„Aber Papa, der Vogel, er erfriert!, wütend stampfte sie mit dem Fuß auf und zupfte ihren Vater am Ärmel.
„Marie, in einer Stunde habe ich Zeit für dich, dann können wir spielen, aber jetzt geh wieder in dein Zimmer."
Marie überlegte, in einer Stunde, da würde das Vögelchen erfroren sein! Ganz leise schlüpfte sie in ihre warmen Winterstiefel und zog ihren Mantel an. Dann öffnete sie die Haustür und schob sich hindurch.

Kalter Wind blies ihr entgegen und sie musste sich richtig dagegen stemmen um nicht umgeweht zu werden. Die großen Flocken behinderten ihre Sicht, aber als Marie erst einmal um die Hausecke herum war, ließ der Wind nach. Ganz langsam schlich sie an die Tanne heran, und wirklich, da saß noch immer das Vögelchen, fast konnte man es nicht mehr erkennen, vor lauter Schnee. Behutsam streckte Saskia ihre Hand aus, blieb aber mitten in der Bewegung wie erstarrt stecken als hinter ihr eine tiefe drohende Bassstimme sagte: „Hohoho! Was machst du denn hier draußen bei dem Schneegestöber mein Kind?"

Marie drehte sich ganz langsam um und schaute zuerst einmal auf einen dicken Bauch, über den sich ein roter Wintermantel spannte. Schüchtern hob sie ihren Kopf und blickte kurze Zeit später in ein bärtiges Gesicht mit freundlichen, lachenden Augen. Das gab ihr Mut und so antwortete sie: „Ich muss das Vögelchen retten, es erfriert sonst!" „Welches Vögelchen?', fragte die Stimme und die Augen des Mannes vor ihr schauten sie fragend an. „Na das da!", Marie drehte sich um und ihr Arm blieb abermals mitten in der ausholenden Bewegung stecken, „Wo ist es denn hin? Eben saß es doch hier auf dem Ast!" Maries  Augen füllten sich mit Tränen. „Siehst du, weil du gekommen bist, kann ich es nicht retten, jetzt ist es weg und erfriert bestimmt!", flüsterte sie fast unhörbar als sie sich wieder zu dem großen Mann umdrehte.

Dieser ging in die Knie und war jetzt genau so groß wie Marie. Er schaute ihr ins Gesicht und fragte: „Weißt du wer ich bin?" Saskia schüttelte den Kopf und dabei flogen ein paar ihrer Tränen zur Seite. Irgendwie kam ihr der Mann schon bekannt vor, aber, hmmm, sie blinzelte um wieder etwas besser sehen zu können. Der Mann hob seinen Zeigefinger an seinen Mund und sagte ganz leise: Psssst! Ich bin der Weihnachtsmann. Aber das darfst du nicht verraten! Versprichst du es mir?" Marie nickte.

„Ich bin gerade hier vorbei gekommen um zu sehen ob die Kinder in diesem Haus auch alle brav sind und Geschenke verdient haben. Dabei sah ich dich ganz alleine aus dem Haus laufen. Und weil ich gesehen habe wem du helfen wolltest, habe ich das kleine Vöglein einfach ins Weihnachtswunder-land geschickt, denn sein Herz wollte gerade aufhören zu schlagen. Du brauchst dir also keine Sorgen mehr zu machen, geh ins Haus, deine Hände sind ja schon ganz blau gefroren! Und denk dran, morgen ist Weihnachten!" der Weihnachtsmann blinzelte Marie zu und sofort wurde sie wieder fröhlich.
Geschwind lief sie an ihm vorbei und um die Ecke. Als sie aber noch einmal ein paar Meter zurück lief um „Auf Wiedersehen" zu sagen, war niemand mehr im Garten zu sehen.

Am liebsten hätte sie ihrem Papa und ihrer Mama erzählt, dass sie den Weihnachtsmann getroffen hatte, aber sie behielt es für sich. Erwachsene glaubten nicht an den Weihnachtsmann, wie sie vor ein paar Tagen bei einem Gespräch mitbekommen hatte ...
Aber, dass Marie den Weihnachtsmann wirklich getroffen hatte, bewies sich, als sie am Heiligabend ihre Geschenke auspackte. Darunter fand sie eine kleine Flöte aus Holz mit einem kleinen weißen Porzellanvögelchen obendrauf. Es sah genauso aus wie die kleine Vogelschneekugel am Vortag.

Marie stand auf und lief ans Fenster. Sie musste sich auf ihre Zehenspitzen stellen, um die Stelle, an der sie mit dem Weihnachtsmann zusammen gestanden hatte, zu sehen. Ganz leise flüstert sie: „Danke, lieber Weihnachtsmann!"
Dann hob sie die Flöte an ihre Lippen und fing an zu spielen ...

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